Wächter der Wüste

Wächter der Wüste

Mitten in der Kalahari hat Tierfilmer James Honeybourne die Helden für sein Natur-Doku-Drama Wächter der Wüste gefunden. Er beobachtet eine Familie von Erdmännchen – und besonders den jüngsten im Clan, der im Film den Namen Kolo bekommt.

 

Schon in den 50er Jahren hat uns Walt Disney beigebracht, das die Wüste lebt. Und das treibt dieser Film auf die Spitze. Regelmäßig muss sich der Erdmännchenclan gegen seine zahlreichen Freßfeinde behaupte, Schlangen, Löwen, und Adler

 

Schon der salbungsvolle Ton von Erzähler Rufus Beck macht klar: Eine reine Naturdokumentation ist “Wächter der Wüste nicht.”

“Webervögel sind Hippies”    

Der Film erinnert dabei eher an die alten Tierfilme aus dem Hause Disney. Die Tiere werden von vorne bis hinten vermenschlicht – und im Falle der Erdmännchen vor allem verniedlicht.

Für Erwachsene ist das auf Dauer doch etwas dick aufgetragen. Zielgruppe sind eindeutig Kinder.

 

Aber für die ganz Kleinen gehts wiederum zu dramatisch zu, mit zahlreichen Kämpfen auf Leben und Tod oder auch der minutenlangen Szene in der die angeblich so putzigen Nager einen Skorpion nach allen Regeln der Kust zerlegen.

 

Kinder soll dieses Naturdrama Spaß machen und gleichzeitig ein paar Lektionen erteilen. Von der Fortpflanzungsrate der niedlichen Fellknäuel, über die Gefahren der Wüste, bis zum Tod als ständigem Begleiter.

Die Idee, die Erdmännchen auch noch mit Stimmen zu versehen, wie in “Die Reise der Pinguine” wurde zum Glück aufgegeben.

Wer “Die Reise der Pinguine” mochte und das waren ja nicht wenige, der wird auch an den  “Wächtern der Wüste” seinen Spaß haben. An die Klasse der BBC-Doku wie “Unser blauer Planet oder “Die Erde” kommt der Film aber nicht heran.

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