Traitor
Ein solider Politthriller mit Action-Elementen, einigermaßen aufwändig inszeniert an Schauplätzen rund um die Welt.
Don Cheadle kriegt als desillusionierter Ex-Soldat Kontakt zu einer islamistischen Terrorgruppe und bombt sich mit ihnen als Sprengstoffexperte durch den Nahen Osten, Europa und die USA, immer einen halben Schritt vor den Geheimdiensten.
Ausnahmweise ist hier in einer US-Produktion der Star mal ein Moslem.
Und auch wenn er hier Bomben bastelt, verabschiedet sich Cheadle doch nicht ganz von seiner Gutmenschen-Identität. Als "Samir", ein im Sudan geborener US-Amerikaner ist er ein Bombenbauer mit Selbstzweifeln.
Dabei steht nicht die Action im Vordergrund sondern einerseits der Konflikt darüber, warum jemand Terrorist wird, was man erreichen kann und will und was man dafür opfert, und andererseits das ständige gegenseitige Mißtrauen unter der Extremisten genauso wie bei den Geheimdiensten.
Schauspielerisch ist das nicht in der Liga der früheren Filme von Cheadle wie "Hotel Ruanda", aber immer noch ansehnlich.
Vor allem liefert das Finale einen überraschenden Knalleffekt, der es in sich hat. Allein dafür lohnt sich das Anschauen.