Star Trek XI
Mit dem elften Kinoabenteuer des betagten Raumschiff Enterprise entscheidet sich die Zukunft des gesamten Star Trek-Universums.
Denn nach dem enttäuschenden Einspielergebnis des letzten Abenteuers (Star Trek - Nemesis) und Aus auch für die letzte Trek-TV-Serie stellt sich die Frage, ob noch genügend Zuschauer für ein neues Raumspektakel mobilisiert werden können. Vor allem müssen dazu nicht nur die eingefleischten Fans gewonnen werden, sondern auch alle entfernten Symphatisanten und möchlichst viele Trek-Neulinge. Und dafür hat Star Trek XI beste Voraussetzungen.
Für 150 Millionen Dollar brennt Regisseur J.J. Abrams ein Trickfeuerwerk der Superlative ab. Da bleibt kein Moment zum Luftholen.
Noch wichtiger ist allerdings, das die Neubesetzung der liebgewonnen Ikonen von Kirk und Spock über Pille, Chekov Sulu und Scotty bis Uhura durchweg gelungen bis spektakulär ist.
Minuspunkte: Der Filmschurke Nero (Eric Bana) erinnert mit Glatze und Tatoos und seinem epischen Racheplot etwas zu sehr an Bösewicht aus Nemesis. Und einigen älteren Trekkies dürfte das angeschlagene Tempo etwas zu rasant sein.
Pluspunkte: In Star Trek XI werden Action und Charakterentwicklung perfekt verschmolzen. Die stillen dramatischen Momente sind kurz, aber sie sitzen und so werden die Filmhelden nie zu bloßen Stichwortgebern oder zu Abziehfiguren.
Selbst der faktische Neustart des Trek-Universums wird auch noch höchst elegant mit der verzwickten Zeitreisekomponente der Story verbunen.
Star Trek XI wird jedem Freund von anspruchsvoller Sci-Fi-Action gefallen. Ein definitives Kinohighlight 2009.