JCVD
Ein absolut faszinierendes Konzept: Jean-Claude van Damme spielt....Jean-Claude van Damme ! Eine Rolle für die der zugegeben nicht übermäßig talentierte Action-Darsteller die Idealbesetzung ist.
Und er beweist dabei eine gehörige Portion Selbstironie. Denn er spielt sich selbst als abgehalfterten B-Movie-Star mit familiären und finanziellen Problemen. Er konkurriert um Rollen mit dem noch viel schlimmeren Kampfzopf Steven Segal, er kämpft um das Sorgerecht für seine Tochter und sieht generell völlig fertig aus. Bevor der Film jedoch zu sehr ins mitleidige Schulterklopfen abrutscht, wird JCVD in einen Bankraub auf einem Provinzpostamt in seiner alten Heimatstadt verwickelt.
Rundum gelungen ist JCVD dann aber doch nicht. Um als echtes Pseudo-Dokudrama durchzugehen, ist der Regisseur doch zu sehr in den typischen Action-Film-Look verliebt. Die Illusion , tatsächlich einem B-Star über die Schulter zu gucken stellt sich so nie ein. Zudem ist die Darstellerriege komplett amateurhaft und die Handlung wird durch überflüssige Zeitsprünge und Paralell-Montagen unnötig in die Länge gezogen.
In seinem zentralen Monolog wirkt van Damme dann auch selbst eher überfordert und etwas wirr. So wie dieses ganze bizarre Filmchen.
Schade eigentlich.
Mit Mickey Rourkes zumindest teilbiographischem "The Wrestler" kann JCVD zu keiner Zeit mithalten.