Harry Potter und der Orden des Phönix
Der Zauberlehrling wird langsam erwachsen. Im seinem fünften Abenteuer erlebt Harry Potter die erste
Liebe, massive Selbstzweifel und einen Anflug von Teenager-Aufmüpfigkeit, während das magische Internat Hogwarts unter die Fuchtel einer autoritären Hexe gerät.
Im fünften Jahr auf Hogwarts stehen für Harry (Daniel Radcliffe) wichtige Prüfungen an.
Der macht sich aber vor allem Sorgen, weil die meisten ihm nicht glauben, dass Voldemort (Ralph Fiennes) wieder sein Unwesen treibt.
Die neue Lehrerin Dolores Umbridge (Imelda Staunton) ist den Schülern keine große Hilfe. Im Gegenteil. Im Auftrag des Zaubereiministerium schikaniert sie Schüler und Lehrer mit immer neuen
Regeln.
Um sich auf den unausweichlichen Kampf gegen das Böse vorzubereiten, gründet Harry mit Ron und Hermine einen Geheimbund - „Dumbledores Armee". Harry unterrichtet seine Freunde heimlich - und
riskiert damit den Rausschmiss aus Hogwarts. Aber auch Harry lernt dazu. Ausgerechnet sein Intimfeind Professor Snape soll ihm zeigen, wie er sich vor Lord Voldemort schützen kann.
Von Daniel Radcliffe bis zu Gary Oldman schlüpfen sämtliche Darsteller erneut in ihre Rollen, die ihnen wie ein zweite Haut passen. Neu dabei sind Helena Bonham Carter als verrückte Hexe Bellatrix Lestrange und Imelda Staunton als horrormäßige Lehrerin Dolores Umbridge.
Nach dem turbulenten Zauberwettkampf im letzten Film ist der „Orden des Phoenix" eine filmische Verschnaufpause auf dem unaufhaltsamen Weg zum Finale.
Es fehlen ein bisschen die Highlights. Der fünfte Potter-Film ist eher was für eingefleischte Fans. Zuschauer, die das Buch nicht kennen, tappen lange im Dunklen, worum es eigentlich geht. Der
titelgebende Orden des Phoenix spielt eine Nebenrolle. Im Mittelpunkt steht eher Harrys Rebellengruppe, seine Freunde, mit denen er heimlich für den Kampf gegen Voldemort trainiert.
Das Training ist aber auch bitter nötig fürs Finale, ein gewaltiger Kampf von Harry und seinen Freunden mit Voldemort und seinen Anhängern. Das spektakulärste Finale aller bisherigen Filme. Aber
ein bisschen vermittelt der Film trotzdem das Gefühl, er ist nur die Vorstufe fürs Ende der Potter-Saga. Es geht nur langsam voran und es kommt keine Spannung auf. Vielleicht weil der
Drehbuchautor und der Regisseur Potter-Neulinge sind. David Yates hat bisher nur Politdramen fürs Fernsehen gedreht - aber null Erfahrung wie man einen 1000-Seiten-Wälzer zu spannender
Unterhaltung eindampft.