DIE STORY
Als die Außerirdischen auf der Erde landen, passiert das anders aus, als Hollywood-Filme es bisher ausgemalt haben. An Bord des riesigen Raumschiff herrscht völliges Chaos.Die Aliens sind offenbar doch keine Invasionsarmee sondern völlig hilflos und ihr Schiff in desolatem Zustand.
Die Behörden verfrachten die Wesen in Flüchtlingslager auf der Erde. Hier werden sie notdürftig versorgt und abgeschottet. Denn die meisten Menschen reagieren mit Angst und Abscheu auf die Außerirdischen und ihre merkwürdigen Gewohnheiten.
Jahre später soll der Regierungsbeamte Wikus van der Merve die Umsiedlung der Aliens überwachsen. Für ihn ist das Routine, Mitleid ist nicht Teil seines Auftrags. Mit einer Spezialeinheit dringt er in die Slums vor, in denen Armut und Kriminalität herrschen. Aber nach dem Einsatz wird sich Wikus einiges ganz radikal ändern.
DER KICK
Frischer Wind im Science-Fiction-Genre. "Disctrict 9" kombiniert seine Alien-Story mit einem schnodderigen Doku-Style. Frisch ist auch die Location. Endlich einmal landen die Aliens nicht in New York oder L.A., sondern in Südafrika. Gerade einmal 30 Millionen Dollar hat "District 9" gekostet, gedreht wurde tatsächlich in Armensiedlungen. Das ist allerdings keine reine Sparmaßnahme: Armut, Ausgrenzung, Rassismus, Fremdenhass sind zentrale Themen des Films. Die Tricks sind beileibe nicht alle beachtlich, die Alienmasken sehen etwas billig aus, die Raumschiffe , die über Johannesburg schweben sahen vor zehn Jahren in "Independence Day" schon besser aus. Andere Sequenzen sehen dagegen phänomenal aus und fügen sich nahtlos in die trashige Umgebung ein.
Eigentlich sollte Neill Bloemkamp ja die geplante Spieleverfilmung "Halo" abliefern. Da hätte er zwar mehr Geld gehabt, aber bestimmt nicht die stilistische Freiheit die man hier zu sehen kriegt. Nach dem Riesenerfolg von "District 9" wäre Microsoft aber wohl doch froh, wenn Bloemkamp wieder an Bord käme. Allerdings schreit das Ende von Disctrict 9 nach einer Fortsetzung, die viele sicher gerne sehen würden.