Bolt - Ein Hund für alle Fälle
Seit Disney die Trickgiganten von Pixar geschluck hat, scheint tatsächlich ein bisschen Talent übergeschwappt zu sein.
Nach dem völlig seelenlosen Trickschrott "Chicken Little" waren meine Erwartungen nicht allzu hoch, was einen neuen CGI-Anlauf aus dem Maus-Haus angeht. Aber dann hat Bolt doch erstaunlich viel Spaß gemacht. O.k., man muss erst eine ziemlich alberne Grundvoraussetzung schlucken - Der Hund ist Held einer TV-Action-Serie ohne es zu wissen, nicht weil er blöd ist, sondern weil alle Menschen es vor ihm geheimhalten , damit er besser schauspielert (!?wie!?bitte!?). Dann macht er unfreiwillig eine transamerikanische Odyssee mit und entdeckt dabei sein Hundlichkeit. Also eine Mischung aus "Truman-Show" und "Der Couch-Trip". das ist mal ne witzige Mischung. Und so ist das Ergebnis tatsächlich kurzweilig und sehenswert. Die Actionsequenzen vor allem zu Beginn des Films, in der "falschen" Serienwelt erinnern dabei an teils an Michael Bays Pyrophantasien, teils an Pixar Meisterstück "DieUnglaublichen" Besonders erwähnenswert: In einem bemerkenswerten Anfall von Nostalgie wurden viele Hintergründe nicht dem Stand der letzten Technik ensprechend bis zum letzten Pixel ausgerechnet. Stattdessen wurden die Landschaften und Städte entlang der Reiseroute klassischen amerikanischen Malern nachempfunden. Schön bis hin zur Kitschigkeit - aber eben vor allem schön.