1 ½ Ritter

 

Der aufrechte Ritter Lanze (Til Schweiger) muss die entführte Prinzessin Herzelinde befreien. Auf der abenteuerlichen Suche nach dem schurkischen Schwarzen Ritter kriegt er Hilfe von dem orientalischen Ganoven Erdal (Rick Kavanian). 

Nach dem Megaerfolg von Keinohrhasen war diese Ritter-Klamotte für Til Schweiger schon weitaus weniger erfolgreich. Dabei hält hier eine enorme Menge an Stars die Nase in die Kamera, von Showstars wie Thomas Gottschalk  und Roberto Blanco über Comediens wie Dieter Hallervorden bis zu veritablen Schauspielern wie Hannelore Elsner, Tobias Moretti oder Anna-Maria Mühe.

Richtig peinlich ist dabei keiner- trotzdem wirkt es sehr nach Schaulaufen. Für den Humor sorgen vor allem moderne Einflüsse wie ein mittelalterlicher Schnellimbiss, vermeintliche Jugendsprache und diverse Keuschheitsgürtel. Viel mehr ist den Autoren, die auch schon die unterirdische Bundeswehrklamotte "(K)ein Bund fürs Leben" verbrochen haben, nicht eingefallen. Wie man das mit den Popkulturzitaten richtig macht sieht man bei "Shrek".

Dabei sind Kamera , Locations und Ausstattung erfreulich hochwertig. Mit dem Aufwand könnte man durchaus auch mal einen ernsthaften Abenteuerfilm in Deutschland produzieren.

Til Schweiger verlässt sich lieber aufs ihm vertraute Comedy-Segment. Dabei ist 1 ½ Ritter nicht so peinlich wie Ottos “Sieben Zwerge”, oder Tom Gerhardts “Siegfried” und auch allemal besser als etwa die Schund á la “Scary Movie”, aber auch nicht so witzig wie Bully Herbigs Ausflug ins Mittelalter in “(T)raumschiff Surprise.

So ist "1 1/2" Ritter zwar durchaus keine Katastrophe, bleibt aber unter seinen Möglichkeiten.

 

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