X-Men – Der letzte Widerstand
Fox 104 Minuten ab 12
Die X-Men stehen vor ihrer größten Herausforderung. Ein Serum könnte ihnen ihre Spezialfähigkeiten nehmen. Stärker als zuvor geht ein Riss durch die Reihen der Mutanten. Viele wollen den Menschen den Krieg erklären, um die eigene Lebensweise zu schützen. Auf welche Seite schlagen sich die X-Men ?
DIE STORY:
Es ist nicht leicht ein Mutant zu sein. Gleich zu Anfang versucht ein kleiner Junge verweifelt, seine Veränderung vor dem Vater zu verheimlichen. Denn als Mutant verfügt man zwar über außergewöhnliche Kräfte, wird dafür aber von normalen Menschen gemieden und gefürchtet.
Die wackelige Koexistenz von Menschen und Mutanten gerät ins Wanken als ein angebliches Heilmittel für die Mutationen entwickelt wird. Die Regierung sieht darin eine Chance, den Mutanten ein „normales“ Leben zu ermöglichen. Unter den Mutanten ist man sich nicht einig. Während die X-Men um Professor Xavier noch nachdenken, handelt der mächtige Magneto, der in dem Heilmittel nur eine Waffe zur Vernichtung der Mutanten sieht – und damit eine Gefahr für seine Weltherrschaftspläne. Magneto macht sich mit seinen Anhängern auf den Weg um die Forschungsanlage im früheren Gefängnis Alcatraz zu stürmen – und den Mutanten zu töten, der der Ursprung des „Anti-Mutanten-Serums“ ist.
Unterstützt wird er dabei von Jean Grey, die früher zu den X-Men gehörte und eigentlich im zweiten Film für tot gehalten wurde.
Nach ihrer überraschenden Rückkehr von den Toten hat sie sich aber verändert. Sie kann ihre unglaublich gewachsenen Kräfte nicht mehr kontrollieren und wird als „Dark Phoenix“ zum mächtigsten Gegner dem die X-Men je gegenüber standen.
DIE STARS:
Das Starensemble aus den ersten beiden X-Men-Filmen ist vollzählig wieder dabei. Patrick Stewart als Professor Xavier,der Herbergsvater der Mutanten, Hugh Jackman als zigarrenrauchender Werwolf „Wolverine“, Halle Berry als Wetterfee „Storm“, Ian McKellen als Oberschurke „Magneto“ und Famke Janssen aus „Terminator 3“ als Jean Grey alias „Dark Phoenix“. Dazu kommen diesmal zahlreiche neue Mutanten, der bekannteste wohl Kelsey Grammar, bekannt als TV-Comedy-Psychiater „Frazier“, der hier den Mutanten-Minister „Beast“ spielt.
DER KICK:
Die X-Men-Serie schien unter einem schlechten Stern zu stehen, als Geburtshelfer Brian Singer, der Regisseur der ersten beiden Filme von Bord ging um das Mega-Projekt „Superman Returns“ zu übernehmen. Brett Ratner, Regisseur von Rush Hour war selbst bei Superman ausgestiegen und wurde von den X-Men-Fans kategorisch abgelehnt. Dabei ist er ein enger Freund von Brian Singer und erweist sich mit „X-Men – Der letzte Widerstand“ als würdiger Nachfolger.
Wie erwartet übertrifft „X-Men 3“ die Vorgänger in der Masse und der Qualität der Tricks. Trotz des Spektakels ist aber auch der kritische Unterton geblieben, das Thema des Umgangs mit Minderheiten und der Ausgrenzung von allem Fremdartigen.
„X-Men 3“ ist da dramaturgisch durchaus auf dem Niveau von „Spiderman“, auch wenns für Außenstehende angesichts der Vielzahl von Figuren leicht verwirrend wird. Frühere Freunde stehen sich plötzlich als Feinde gegenüber, und einige liebgewonnene Figuren werden auf unangenehme Weise von uns genommen. Gleichzeitig dürfen aber mehr als ein Dutzend neuer Mutanten ihre Fähigkeiten demonstrieren, wie Colossus, der stählerne Kraftprotz, Angel, der geflügelte Mädchenschwarm oder Kitty Pryde, die durch Wände gehen kann.
„X-Men – Der letzte Widerstand“ ist eine überaus würdige Fortsetzung der Superhelden-Saga, die an der bewährten Formel festhält und Dramatik, Action und eine Prise Humor auf höchstem Niveau verbindet.