Urmel aus dem Eis
Warner 87 Minuten FSK: ohne Altersbeschränkung
http://www.urmelausdemeis-derfilm.de/
In den 70ern eroberte das die Augsburger Puppenkiste mit dem drolligen Urmel Millionen Kinderherzen, trotz Pappmachéfelsen , sichtbarer Bindfäden und einem Ozean aus Plastikfolie. Computeranimiert und aufgepeppt will „Urmel aus dem Eis“ jetzt eine ganze neue Generation von Kindern erobern.
DIE STORY
Auf der Südseeinsel Titiwu lebt Professor Habakuk Tibatong gemeinsam mit einer bunten Truppe schrulliger Tiere wie dem Schuhschnabel Schusch, dem Pinguin Ping, dem Waran Wawa und der Schweinedame Wutz, die sich als Mutter der Kompanie um den Haushalt kümmert.
Das gemütliche Leben wird aber gehörig auf den Kopf gestellt, als ein geheimnisvolles Ei am Strand angespült wird. Daraus schlüpft kurz darauf ein kleines grünes Wesen, das der Professor fachkundig als prähistorisches Urmel aus der Eiszeit identifiziert. Besondere Talente beweist der Mini-Dino beim Fußball, beim Surfen und Rülpsen. Aber als die Nachricht von der Entdeckung des Urmel sich verbreitet, wird es gefährlich für das Inselidyll. Denn Zoodirektor Zwengelmann und König Pomponell haben beide ein Auge auf das Urmel geworfen, der eine will es als Attraktion für seinen Zoo, der andere als Wandschmuck für seinen Palast. Nur wenn die Tiere zusammenhalten, können sie Urmel retten.
DIE STARS
Mit Wigald Boning als Professor Tibatong und Anke Engelke als Wutz sind zwei Comedy-Könner in den wichtigsten Rollen zu hören und werden unter anderem unterstützt von Christoph-Maria Herbst als Zwengelmann, Oliver Pocher als Schusch und Wolfgang Völz als melancholischer Seelefant. Urmel selbst wird von Domenic Redl gesprochen, der auch schon dem Clownfisch Nemo seine Stimme gab.
DER KICK
Wer mit der legendären Urmel-Fassung der Augsburger Puppenkiste aufgewachsen ist, dem wird vielleicht der Heimwerker-Charme mit den sichtbaren Marionetten-Fäden und dem Meer aus Zellophanfolie fehlen.
Aber seit 1969 hat die Technik nun einmal Fortschritte gemacht, und Urmel muss sich im Kino gegen die hochpolierte Hollywood-Konkurrenz wie „Ice Age“ oder „Findet Nemo“ behaupten. Und das gelingt erstaunlich gut, auch wenn bei der Animation und der Detailfülle kleine Abstriche gemacht werden müssen. Die Computerfiguren sind dabei optisch stark an das über 30 Jahre alte Original angelehnt. Aber das neue Urmel ist doch erheblich turbulenter geworden, denn ohne Marionettenfäden ist der Handlungsspielraum der Figuren jetzt unbegrenzt. Gleichzeitig wird darauf verzichtet, den Film mit versteckten Zweideutigkeiten oder einem Zitatenfeuerwerk auch für Erwachsene aufzupeppen. „Urmel aus dem Eis“ ist durch und durch ein Kinderfilm, aber einer auf dem neuesten Stand der Technik, der gleichzeitig dem Geist der Vorlage treu bleibt.