Trennung mit Hindernissen

UIP                       106 Minuten                FSK: ab 6

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Nach dem Beziehungs-Aus machen sich Gary und Brooke in der gemeinsamen Wohnung das Leben zur Hölle. Wer nachgibt, verliert - nicht nur Prestige und Würde sondern auch das Dach über dem Kopf. 

 

DIE STORY

Mit entwaffnender Dreistigkeit und schmerzfrei gegenüber pikierten Blicken erobert Gary (Vince Vaughn) im Baseballstadion die hübsche Brooke (Jennifer Aniston).

Leider beweist der wortgewandte Fremdenfüher auch im Alltag dass Sensibilität nicht zu seinen Stärken zählt. Und so entscheidet sich die kunstinteressierte Brooke, nach einem Jahr die Beziehung zu beenden. Das Problem: Keiner will die gemeinsame Wohnung aufgeben. Und so teilen sie zwar nicht Bett und Tisch, aber doch die gemeinsamen vier Wände. Während Gary in seinem Wohnzimmerreich den lange ersehnten Billiardtisch aufstellt und bierselige Pokerabende abhält, lädt Brooke den Chor ihre Bruders zu Proben ein und lässt mögliche Nachfolger für Gary schon mal Schaulaufen. Eigentlich haben beide die Hoffnung, dass sich alles wieder einrenkt, aber keiner will das natürlich zugeben und so provozieren sie sich wo es nur geht, keiner will zurückstecken.

 

DIE STARS

Jennifer Aniston steckte mitten in der Trennung von Brad Pitt, als das Drehbuch zu „Trennung mit Hindernissen“ eintrudelte. Ob die Entscheidung dafür nun ausgebuffter Geschäftssinn oder persönlicher Exorzismus war, Mut gehört schon dazu. Die Idee zum Skript stammt von Vince Vaughn, der nach anfänglichen Ausflügen ins ernste Fach mit Filmen wie „The Cell“ und „Jurassic Park 2“ durch seine Freundschaft mit dem sogenannten „Frat Pack“ aus Jack Black, Owen Wilson, Ben Stiller, Will Ferrell, und Steve Carell aber inzwischen komplett im Comedy-Lager zu Hause ist. Es gibt kaum einen Film der Gruppe ( wie etwa Wedding Crashers, Old School, Starsky & Hutch, Voll auf die Nüsse), in dem nicht auch ein paar der Kumpels auftauchen. In „Trennung mit Hindernissen" ist außerdem Jon Favreau zu sehen, der Vaughn seine wichtigste Filmrolle in „Swingers“ verschaffte. 

 

DER KICK

Sind sie oder sind sie nicht ? Die Gerüchte über eine mögliche Beziehung von Vaughn und Aniston haben dem Erfolg des Films in den USA garantiert nicht geschadet. Und man fragt sich schon, ob für die Fotocollage der glücklichen Zeiten des Filmpaars nicht auch das private Album der Stars geplündert wurde.

Im Film fragt man sich mitunter, wie die beiden, die kaum unterschiedlicher sein könnten, überhaupt ein Paar wurden. Aber das ist ja im wahren Leben auch oft genug so.

Trennung mit Hindernissen ist im Grunde eine Basis-Version von „Der Rosenkrieg“, ohne groteske Ausraster. Dabei werden allerdings auch etliche Klischees über die angeblichen Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein bemüht, etwa das „Sie“ besessen ist von Tischdekoration, „Er“ dagegen nicht vom Fernseher wegzubekommen ist. Die große Routine der beiden Comedy-Experten rettet den Film über einige dröge Strecken. Gleichzeitig ist „Trennung mit Hindernissen“ keine klassische Beziehungskomödie zum Schenkelklopfen, sondern bietet durchaus ein paar nachdenkliche Momente und ein wirklich überraschendes Ende.  

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