The New World
Warner 135 Minuten FSK: ab 12
„The New World" erzählt bildgewaltig und poetisch die bittersüße Liebesgeschichte von John Smith, einem der ersten englischen Siedler in Nordamerika und der Häuptlingstochter Pocahontas.
DIE STORY:
Anfang des 17. Jahrhunderts landet eine kleine Flotte britischer Entdecker an der unerforschten Küste Virginas. Die Ureinwohner sind skeptisch, aber nicht unfreundlich - bis ihnen klar wird, dass die Fremden nicht wieder verschwinden wollen und sogar noch mehr zu erwarten sind.
Aber der Angriff auf die armselige Siedlung der Weißen wird vereitelt. Denn die Häuptlingstochter hat sich in einen der Fremden , John Smith, verliebt. Für ihren Verrat wird sie vom eigenen Stamm verstoßen und muss bei den Weißen leben.
Das wäre nicht so schlimm, denn dort lebt ja auch John Smith. Der ahnt aber inzwischen, was seine Leute dem Land und dem Volk der Indianer antun und will frustriert der Neuen Welt den Rücken kehren.
DIE STARS:
Q´orianka Kilcher war erst 14 , als sie für die Rolle der Pocahontas ausgesucht wurde. Ihr Vater ist peruanischer Quechua-Indio, ihre Mutter Schweizerin. Geboren wure sie allerdings im Schwarzwald-Dorf Schweigmatt und spricht angeblich sogar deutsch.
Im Film bemühen sich gleich zwei namhafte Stars um ihre Aufmerksamkeit: Colin Farrell, der zuletzt mit „Alexander" einen monumentalen Flop ablieferte und seitdem eher durch Saufgelage von sich reden macht.
Auf der anderen Seite Christian Bale, der sich nach vielgelobten, aber wenig gesehenen Filmexperimenten wie „The Machinist" und American Psycho mittlerweile als "The Dark Knight" und John Connor in "Terminator - Die Erlösung" zum Großverdiener gemeausert hat.
Und auch in Nebenrollen sind Stars zu sehen, wie Christopher Plummer und David Thewlis.
Regisseur Terence Malick ist einer der letzten Exzentriker von Hollywood. Nach der Einmischung des Studio bei seinem Film „Die Glut des Südens (1978) zog er sich volle zwanzig Jahre aus dem Geschäft zurück, bevor er mit dem Kriegsdrama „Der Schmale Grat" ein gefeiertes Comeback hinlegte, das allerdings im Schatten von „Der Soldat James Ryan" etwas unterging.
DER KICK:
Ihr Name fällt im ganzen Film nicht ein einziges Mal, aber eigentlich gehts im Film um die legendenumwobene Pocahontas, der Disney bereits ein kindgerechtes Denkmal setzte. Hier ist also die Fassung für Erwachsene, die in epischer Länge und beeindruckenden Bildern von einer tragischen Liebe und den düsteren Ursprüngen der USA erzählt. Freunde von farbenprächtiger Action mit Wildwest-Aroma sitzen hier im falschen Film. Stattdessen schwelgt „The New World" ausführlich in grandiosen Naturaufnahmen und knüpft eine zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen aus völlig unerschiedlichen Welten.