Superman Returns

Warner                           154 Minuten                          FSK: ab 12

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Der größte aller Superhelden ist zurück. In “Superman returns“ muß er allerdings nicht nur mal wieder die Zerstörung der Welt verhindern sondern auch um die Liebe einer Frau kämpfen.

 

DIE STORY

Fünf Jahre lang hat sich Superman (Brandon Routh) im All herumgetrieben auf der Suche nach seinen Vorfahren. Jetzt ist der Mann aus Stahl zurück und muss feststellen, dass sich die Welt verändert hat. Selbst Supermans beste Freundin Lois Lane (Kate Bosworth) hat mit einem Artikel namens „Warum die Welt Superman nicht braucht“ Furore gemacht.

Lois hat einen Verlobten (James Marsden), und sogar einen Sohn (Tristan Lake Leabu) und will von ihrem einstigen Helden nichts mehr wissen. Oder etwa doch ? Ihr Verlobter ahnt bereits , dass er gegen diesen Konkurrenten schlechte Karten hat. Bei all dem Beziehungsstreß fällt fast gar nicht auf, dass auch Supermans Ex-Feind Lex Luthor (Kevin Spacey) wieder sein Unwesen treibt. Er wurde vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen weil Superman die angesetzte Gerichtsanhörung verpasst hat.

So kann Luthor sich ungestört die Technologie von Supermans „Festung der Einsamkeit“ unter den Nagel reissen. Mit dem Know-How des Planeten Krypton plant er nicht nur eine neue Weltordnung sondern gleich eine komplette Umgestaltung des Planeten. Und gleichzeitig fallen ihm Waffen in die Hände, gegen die selbst Superman machtlos ist. Warum Superman sein Allerheiligstes so sträflich unbewacht lässt bleibt allerdings ein Rätsel und führt dazu dass der Superheld Probleme lösen muss, die die Welt ohne ihn gar nicht hätte.

 

DIE STARS

Wie schon beim ersten Kinoabenteuer von 1978 schlüpft auch hier ein bisher Unbekannter in das blaue Kostüm. Brandon Routh hat bisher nur in einigen kleinen Serienrollen Erfahrung gesammelt. Aber auch sein mittlerweile legendärer Vorgänger Christopher Reeve, der 2004 starb, wurde erst durch Superman berühmt.

Anders als Reeve war Routh aber schon immer ein Superman-Fan.

Als Erzschurke Lex Luthor tritt Kevin Spacey an und kreiert einen ähnlichen irren und witzigen Supergangster wie damals Gene Hackman.

Marlon Brando, der im Original Supermans Vater spielte und die damals skandalös hohe Summe von 2,5 Millionen Dollar für ein paar Minuten Text bekam, spielt diesmal umsonst. Allerdings wurde er auch nicht gefragt. Brando starb 2004 aber aus nicht verwendeten Archiv-aufnahmen und mit massiver Computerhilfe ersteht er wieder auf. An der Seite von Superman bzw. Clark Kent spielt Kate Bosworth diesmal Lois Lane. Als Supermans Adoptivmutter ist Hollywood-Legende Eva-Marie Saint dabei, und als besonderen Tribut an die Vergangenheit Noell Neil, die der Superman-TV-Serie in den 50er Jahren Lois Lane gespielt hat. 

 

DER KICK

Regisseur Bryan Singer hat aus Superman eine respektvolle Hommage an den Original-Superman von 1978 gemacht. Die Titelsequenz und die Erkennungsmelodie wurden übernommen, der gesamte Filmanfang lässt ein Deja-Vu-Gefühl aufkommen. Und genau wie damals versucht Singer eine Balance zwischen Drama und Effektkino herzustellen. Leider haben aber weder Brandon Routh noch Kate Bosworth genug Charisma, um die Liebesgeschichte mitreißend zu erzählen.

Am beeindruckendsten spielt eindeutig Kevin Spacey der als Erzgauner Lex Luthor zwar gnadenlos übertreibt aber auch am meisten Spaß macht. Leider kann man ihn dadurch als Gegner für Superman nicht mehr ganz so ernst nehmen. Dabei ist Superman für Singer mehr als ein Superheld, nämlich ein amerikanischer Mythos. Wer drauf achtet entdeckt zahlreiche Hinweise, die aus Superman eine quasi religiöse Figur machen. Diese Überdosis Pathos macht den mit 260 Millionen Dollar teuersten Film des Jahres zu einer zähen Angelegenheit. Wer Nonstop-Action erwartet wird also enttäuscht.

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