Happy Feet
Warner 87 Minuten
http://www.happyfeet-derfilm.de/
Der kleine Kaiserpinguin Mumble ist ein begeisterter Tänzer. Bei seinen Artgenossen zählt man allerdings nur etwas wenn man singen kann.
DIE STORY
Mitten in der Antarktis schlüpft in der Kolonie der majestätischen Kaiserpinguine der kleine Mumble aus seinem Ei. Sein leicht hoppelnder Gang lässt seinen Vater Memphis ahnen – da stimmt was nicht mit dem Sprößling. In der Pinguinschule wird das wahre Ausmaß von Mumbles Andersartigkeit sicht- und hörbar. Hier soll jeder Pinguin sein „Herzenslied“ finden, eine ganz persönliche Melodie, aber Mumble bringt nur ein schauerliches Krähen zustande. Dafür kann er tanzen wie nur was, das ist unter Kaiserpinguinen aber alles andere als gern gesehen. Fortan wird Mumble von den meisten Pinguinen verspottet und gemieden. Nachdem er mit seinen Lauten beinahe noch die Schulabschlußfeier ruiniert und seiner angebeteten Pinguindame Gloria ihr Lied verhunzt hat, sucht Mumble das Weite.
Bei den kleinwüchsigen Adelie-Pinguinen kommen Mumbles Tanzschritte schon weitaus besser an, obwohl sie selbst die Damen lieber mit Kieselsteinen beeindrucken. Mit Hilfe der kleinen Machos will Mumble das Herz von Gloria zurückerobern. Aber der Plan geht kollossal schief und schließlich wird Mumble sogar verbannt, weil der Oberpinguin Noah in Mumbles Tanzen den Grund für den zunehmenden Fischmangel sieht.
Mumble ist sich dagegen sicher, das dahinter ganz etwas anderes steckt, und zwar gefährliche „Aliens“ von denen ihm andere Tiere erzählt haben. Deshalb macht
er sich mit seinen kleinen Freunden auf eine gefährliche Odyssee, die fremden Wesen zu suchen, und die Welt der Pinguine zu retten.
DIE STARS
Im amerikanischen Original sind Stars wie Robin Williams, Elijah Wood, Hugh Jackman und Nicole Kidman zu hören und das teilweise sogar singenderweise. Williams mit einer spanischen Frank-Sinatra-Nummer, Jackman und Kidman mit einer neuen Version des Prince-Songs „Kiss“. In der deutschen Synchron werden sie würdig vertreten von Bully-Intimus Rick Kavanian und Ben Becker.
DER KICK
Im Trickfilmhit „Madagascar“ waren die Pinguine die heimlichen Helden, in der Doku „Die Reise der Pinguine“ dann sogar die Hauptdarsteller. Mit „Happy Feet“ erreichte ihre Popularität ganz neue Höhen, der Film kombiniert nämlich das beste aus beiden Filme –, die angeborene Komik der flauschigen Frackträger und ein nahezu fotorealistisches Aussehen, sowohl bei den Pinguinen als auch bei den atemberaubenden Antarktis-Bildern. Und dabei ist „Happy Feet“ nicht einmal ein Nachahmer, denn die Arbeit daran hat schließlich bereits Jahre vor dem Pinguinboom begonnen.
George Miller, der Macher von „Ein Schweinchen namens Babe“ und „Mad Max“ hat in Australien ein erstaunliches Trickabenteuer aus dem Boden gestampft und kann sogar mit den Animationskönigen von Pixar mithalten. Dabei schafft er aus kleinen Federkugeln ohne Knie und Hüften wahre Tanztalente zu formen, ohne die Pinguine zu Comicfiguren zu verformen oder disneymäßig mit großen Augen zu verniedlichen.
Wenn die „Happy Feet“-Pinguine nicht tanzen würden, könnte man sie glatt für eine Dokumentation engagieren. Das geht soweit, das die Macher sie in einigen Szenen sogar mit realen Menschen konfrontieren, ohne Furcht, dass ihre Computerkreaturen daneben künstlich aussehen könnten. Dazu kommen halsbrecherische Actionszenen, die zwar unblutig aber so intensiv sind, dass kleine Zuschauer sich freuen werden wenn Mutti und Vati dabei sind. Und auch für die Erwachsenen hat dieses Abenteuer viel zu bieten. Der Soundtrack bietet für jeden etwas, von Opern, über Klassiker von Sinatra und Stevie Wonder bis zu neuen Songs von Pink und Prince. Übrigens haben Kaiserpinguine im wahren Leben tatsächlich ein individuelles Lied, an dem sie sich erkennen, nur sind das in der Natur natürlich keine Pop- oder Rockhymnen. Und schließlich bietet Happy Feet neben der vordergründigen Story vom etwas anderen Pinguin der um Annerkennung kämpft noch ein paar spannende Überraschungen und eine bewegende Ökobotschaft über die bedrohte Antarktis.