Casino Royale

Sony                               144 Minuten                FSK: 12

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DIE STORY

Gerade erst hat James Bond sich seine Lizenz zum Töten erworben. Mit zwei mehr oder weniger sauberen Liquidierungen. Sein erster regulärer Einsatz wird allerdings zum Desaster. Bond stürmt eine Botschaft , tötet einen Bombenleger, wird aber jetzt von der Presse gejagt. Seine Chefin „M“ stellt ihren neusten 00-Agenten vorerst kalt.

Aber Bond arbeitet auf eigene Faust weiter, hinter dem Rücken von „M“ und kommt so dem eiskalten und brillanten Geldwäscher Le Chiffre auf die Spur. Der versorgt weltweit Kriegsparteien und Terroristen mit Bargeld. Und gönnt sich nebenbei mit den ihm anvertrauten Millionen hochriskante Pokerpartien. Bond soll Le Chiffre herausfordern und finanziell ruinieren. Der MI6 will Terrorfinanzier dann Schutz vor seinen jähzornigen Kunden bieten und an seine Informationen kommen.

Ausgestattet mit einem enormen Spesenkonto – und kontrolliert von der hübschen Vesper Lynd vom Finanzministerium tritt Bond im „Casino Royale“ zum Turnier an. Aber das Pokermatch wird nicht nur am Spieltisch ausgetragen und neben Assen und Königen kommen noch ganz andere Waffen zum Einsatz.

 

DIE STARS

Von den bisherigen Bond-Darstellern ist Daniel Craig zweifellos derjenige mit der erfolgreichsten Kinokarriere zum Start seiner Agentenlaufbahn.

Selbst Sean Connery hatte vor seinem ersten 007-Einsatz nur TV-Rollen ergattert, und auch Roger Moore hatte nur in den Fernsehserien „Die Zwei“ und „Simon Templar“ für Aufsehen gesorgt. Daniel Craig hatte dagegen Bereits Rollen in Kinohits wie „Road to perdition“, Tomb Raider und Steven Spielbergs „München“.

 

DER KICK

Das letzte Bond-Abenteuer mit Pierce Brosnan,  „Stirb an einem anderen Tag“ hat weltweit mehr als 400 Millionen Dollar eingespielt und war bis dahin der erfolgreichste Film der Serie. Trotzdem fühlten die Produzenten, die Serie sei in einer Sackgasse und rissen das Ruder entschlossen rum. Weg mit übertriebenen Gadgets, das Aus für Schurken mit Welteroberungsplänen und Privatarmeen und für einen Agenten, der zum Superhelden in einer infantilen Materialschlacht mutiert war. Statt per Knopfdruck dutzende Handlanger des Bösen ins Jenseits zu befördern, hetzt Daniel Craig in einer wahnwitzigen, gnadenlosen Verfolgungsjagd einen einzigen Gegner, der ihm immer einen Schritt voraus ist. Noch nie musste ein Doppel-Null-Agent so hart kämpfen und soviel einstecken. Jeder Schuß und jeder Schlag zählt und tut damit um so mehr weh. Bei diesem Bond leidet und zittert man wieder mit, weil der Ausgang nicht ganz so eindeutig scheint wie bei den bisherigen Abenteuern. Bond macht Fehler, er ist ein Agent am Anfang seiner Karriere. Aber er ist auch ein ausgebildeter Killer, eine Waffe auf Beinen. Die weltgewandte Überlegenheit muss er sich allerdings erst noch aneignen. Dabei sind die Zutaten alle noch da: schöne Frauen, schnelle Autos, edle Locations und ein Schuß trockener Humor. Der neue Bond ist hart, schnell, düster und realistisch. „Casino Royale“ ist ein echtes Kronjuwel der Bond-Serie und ist einfach exzellente Action-Unterhaltung für Erwachsene.

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