Babel
Tobis 144 Minuten FSK 16
Brad Pitt und Cate Blanchett geraten in einen dramatischer Zwischenfall in einem entlegenen Winkel der Erde erzeugt ein weltweites Echo. Denn unsere Welt wird täglich kleiner und auch Menschen die sich nie begegnen, können das Leben des anderen verändern.
DIE STORY
Zwei junge Schafhirten spielen in den Bergen Marrokkos mit einem Gewehr herum.
Ein Schuß durchschlägt die Scheibe eines Busses, in dem auch das amerikanische Ehepaar Richard und Susan mitfahren. Susan wird schwerverletzt. In einem nahegelegenen Dorf erhoffen die Reisenden sich Hilfe. Aber in Marrokko ticken die Uhren anders, der einzige Arzt ist Veterinär, die meisten US-Touristen haben panische Angst vor einem Anschlag und der Hilferuf per Telefon löst zuallererst eine internationale politische Verwicklungen aus.
Währenddessen steckt das mexikanische Kindermädchen Amelia in einer ganz anderen Zwickmühle. Die Rückkehr ihrer Arbeitgeber verzögert sich, sie will jedoch unbedingt zur Hochzeit ihres Sohnes. Kurzentschlossen nimmt sie ihre beiden Schützlinge mit über die nahe Grenze zu ihrer Familie und ahnt nicht, was sie damit auslöst. Zunächst beschert sie den behüteten Wohlstandskindern einen massiven Kulturschock, aber dann amüsieren sie sich um so mehr, obwohl sie kein Wort verstehen. Allerdings nimmt der Abend dann noch eine dramatische Wendung.
Zur selben Zeit ist ein taubstummes Mädchen im schillernden Nachtleben von Tokio auf der Suche nach der großen Liebe – oder wenigstens dem ersten Sex. Aber ihr zunehmend verbitterten und verzweifelten Versuche stoßen bei ihrer Umgebung aus den unterschiedlichsten Gründen auf Ablehnung.
DIE STARS
Brad Pitt sieht Babel als künstlerische Fortsetzung seiner privaten Bemühung um internationale Verständigung. Cate Blanchett war neben der Herr-Der-Ringe-Trilogie auch in Tom Tykwers erstem internationalen Film „Heaven“ zu sehen. Neben zahlreichen Laien ist außerdem Gael Garcia Bernal (Die Reisen des jungen Che, La mala educacion) zu sehen.
DER KICK:
Babel ist ein Episodendrama, das an oscarprämierte Dramen wie L.A.Crash oder Syriana erinnert. Regisseur Inarittu will zeigen wie klein die Welt in Zeiten der Globalisierung geworden ist, wie sehr das Leben der Menschen verbunden ist, aber auch wie schwer trotzdem die Verständigung ist. Bei ihm stehen dabei nicht politische Verwicklungen im Vordergrund sondern persönliche Schicksale. Anders als in seinen bisherigen Filmen blitzt hier aber auch immer wieder ein Hoffnungsschimmer durch, wenn etwa die Kinder sich vorurteilslos über soziale und sprachliche Barrieren hinwegsetzen. Die zerstückelte Erzählstruktur verlangt dabei etwas Geduld und Mitdenken, der Film belohnt aber mit unter die Haut gehenden bewegenden Momenten. Babel ist intelligentes, emotionales Weltkino. Dafür gab es sieben Oscarnominierungen.