Ab durch die Hecke
UIP 83 Minuten FSK: Ohne Altersbeschränkung
http://www.ab-durch-die-hecke.de/
„Wir essen um zu leben, sie leben um zu essen !“ Waschbär Richie hat die Menschen durchschaut. Zusammen mit seinen neuen Kumpels aus dem Wald geht es „Ab durch die Hecke“, ins vermeintliche Paradies auf Erden. Aber zwischen prall gefüllten Mülltonnen, Kühlschränken Einkauftüten lauern auch enorme Gefahren.
DIE STORY
Frühlingsanfang ! Das heißt nur noch 274 Tage bis zum nächsten Winter. Höchste Zeit die bunt zusammengewürfelte Truppe aus Waldbewohnern, die Vorräte aufzufüllen: Verne, die Schildkröte, Hammy das Eichhörchen, Ozzie das Oppossum, die Stinktierdame Stella und die Igelfamilie. Aber da wo sich im Herbst noch der Wald erstreckte, wurde während sie Winterschlaf hielten eine Eigenheimsieldung aus dem Boden gestampft, umgeben von einer riesigen Hecke. Waschbär Richie hat die Lösung: Er kennt sich auf der anderen Seite aus und weiß dass die Menschen Nahrung im Überfluss haben. Man braucht nur Einfallsreichtum und eine ordentliche Portion Mut. Statt trockener Rinde gibts also Chips, Softdrinks und Kekse. Nur Schildkröte Verne bleibt mißtrauisch. Nicht nur wegen der tödlichen Gefahren in den Gärten der Menschen, und nicht nur wegen des bedrohlichen Nagetierjägers „Verminator“. Irgendwie traut Verne Richie nicht über den Weg. Oder ist er nur eifersüchtig, weil Richie immer mehr die Leitung in der Pelztiertruppe übernimmt ?
DIE STARS
Für das Original wurden wieder große Namen verpfichtet. RJ der Waschbär wird von Bruce Willis gesprochen, das hyperaktive Eichhörnchen ist Komiker Steve Carrell (Jungfrau, 40, männlich sucht“), außerdem sind Garry Shandling, Nick Nolte und Avril Lavigne zu hören. In der deutschen Fassung wird auf eine ähnliche Mischung von Komikern und Schauspielern gesetzt, von Ben Becker und Götz Otto, über Bernhard Hoecker und Ralf Schmitz bis zu Jeanette Biedermann. Eine durchaus würdige Synchronmannschaft, wer kann sollte sich trotzdem die englische Fassung gönnen, denn bei der Übersetzung blieb auch viel Wortwitz auf der Strecke.
DER KICK
In einem Comicstrip in US-Zeitungen treiben Vern, RJ und Hammy bereits seit Jahren ihr Unwesen, entdecken die Vorstadt, entlarven menschliche Macken und den ganz normalen Wahnsinn der Zivilisation. Für den Film bietet das den Vorteil, dass die Figuren bereits ausgearbeitet sind und jede Menge skurile Geschichten zur Verfügung stehen – auch für eine Fortsetzung, die hier einfach Pflicht ist.
Die Macher von Dreamworks wagen auch diesmal den Spagat zwischen kindgerechtem Slapstick, leicht anzüglichen Gags und hintergründiger Zivilisationskritik. Und ein Comicabenteuer dass nebenbei noch Shakespeare, Tennessee Williams und „Citizen Kane“ verulkt, gibts auch nicht alle Tage. Dazu ist die Animation erstklassig, die pelzigen Helden sehen fast schon aus wie lebendige Plüschtiere, die Action ist dagegen überdreht wie in klassischen Tom & Jerry-Cartoons. Ein tierischer Spaß für große und kleine Comic-Fans.