Young Victoria

 

DIE STORY:

Die jungen Jahre einer Königin, die als Queen Victoria an der Spitze des damals größten Imperiums der Erde stand. 

Bevor es dazu kommt, muss die junge Victoria allerdings eine rigorose Erziehung und diverse Intrigen erdulden. Ihre Familie schottet sie ab, um sie aus den Machtspielen am königlichen Hof herauszuhalten. Denn wenn einer von ihren Karriereussichten profitiert, dann soll es die eigene Familie sein. Aber das behütete Mädchen erwachsen wird, hat es erstaunlicherweise doch eine eigene Meinung und eigene Pläne entwickelt.

 

DIE STARS

Emily Blunt versprüht viel Charme und wird dabei weder zur Märchenprinzessin noch zur Ur-Emanze hochstilisiert. Ihre große Liebe Prinz Albert wird dagegen von Rupert Friend ein wenig blass dargestellt. Daniel Brühl hätte sich in der Rolle des deutschstämmigen Adeligen gut gemacht.

Wie bei britischen Historiendramen üblich wird die Besetzung von Topdarstellern wie Paul Bettany, Jim Broadbent und Miranda Richardson abgerundet.

 

DER KICK:

Young Victoria wirkt wie eine besonders opulente Jane-Austen-Verfilmung. Die Kostüme sind erlesen, die Paläste nochmal eine ganze Spur pompöser, die Konflikte staatstragender als etwa in "Stolz und Vorurteil". Aber ansonsten sind die Ähnlichkeiten schon mehr als deutlich. Eine junge Frau sucht ihren Platz in der Welt und die große Liebe und ringt mit den starren Regeln ihrer Zeit. Dabei werden die tatsächlichen historischen Umstände weitgehend beachtet und nur die Romantik ein wenig stärker betont. Dennoch halten sich emotionale Konflikte und politische auf angenehme Weise die Waage.

Ein rundum gelungenes, gediegenes Geschichtsdrama mit Herz.

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