Filmregisseur Guido Contini ist auf dem Gipfel seines Erfolgs. Die Welt wartet gespannt auf sein nächstes Werk, sein eingespieltes Team steht bereit, seine Visionen umzusetzen. Aber der Meister ist ausgebrannt. Es will ihm schlicht nichts einfallen.
Guido flüchtet in ein mondänes Hotel am Meer. Aber auch hier hat ernicht lange Ruhe. Seine Geliebte (Penelope Cruz) , seine Frau (Marion Cotillard), sein Produzent und schließlich die ganze Filmproduktion reisen ihm hinterher. Aber das sind noch nicht alle "Dämonen", die an dem Meister zerren. Da ist noch seine verstorbene Mama (Sophia Loren), seine erste große, unerreichbare Liebe (Sarah "Fergie" Ferguson), eine neugierige Reporterin (Katie Holmes) und schließlich der gefeierte Star seiner Filme (Nicole Kidman), die seine Vorstellung und sein reales Leben bevölkern.
Am Broadway hat das Musical "Nine" haufenweise Preise abgeräumt. Und bei Regisseur Rob Marshall , der bereits den Musical-Hit "Chicago" zum Oscarabräumer machte, ist der Stoff in kompetenten Händen. Gemessen daran ist "Nine" allerdings fast schon enttäuschend. Die Atmmosphäre, die Kostüme und die hochkarätige Darstellerriege können zwar begeistern. Es fehlt aber eine wirklich fesselnde Story, die alles zusammenhält. So bleibt "Nine" eher ein opulenter episodenhafter Videoclip. In dem Format kann Fergie, die Frontfrau der Black Eyed Peas natürlich glänzen, aber vor allem Penelope Cruz zeigt überraschende Performer-Qualitäten. Insgesamt sind die Musiktitel aber eher Genrestandard.
Als elegantes Schaulaufen der Stars ist "Nine" pures Vergnügen, als Film aber nur eine überlange Vorspeise, bei der man ständig auf den Hauptgang wartet.