DIE STORY
Anfang der 80er Jahre waren Anvil ganz vorne dabei im Metalboom. Sie spielten mit den Größen der Szene, galten als aufregend, skandalös und vielversprechend.
Aber der ganz große Durchbruch gelang ihnen nie, andere zogen im Laufe der Jahre an ihnen vorbei. Für die Bewunderung anderer, die Anvil als wichtigen Einfluß erwähnen, kann man sich nur wenig kaufen.
Doch heute , mehr als 30 Jahre später gibt es Anvil noch immer. Mehr oder weniger.
Nur zwei der Originalmitglieder sind noch dabei, und die verdienen ihre Geld in höchst bürgerlichen Berufen, als Essenskurier oder Dachdecker.
Aber nach Feierabend träumen sie weiter vom Rockstarleben.
Die Chance bietet sich, als ein engagierter Fan für sie eine Europatournee organisiert.
Der Trip wird jedoch zum kompletten Desaster. Sie werden um die Gage geprellt, Treten in Minikneipen oder auf gähnend leeren Festivals auf. Aber wer glaubt, dass sie alternden Musiker jetzt aufgeben, der hat nicht begriffen, aus welchem Metall Anvil geschmiedet sind.
DER KICK
In meiner Plattensammlung findet sich kein Anvil-Album. Die Songs sind plump, die Musiker gelinde gesagt eher schlicht gestrickt, zudem ziemlich unansehnlich und dass die Band sich seit den frühen Achtzigern auch nur ein Stück weiterentwickelt hat, wäre übertrieben. Aber das was ihnen passiert, hat einfach kein leidenschaftlicher Musiker verdient. Die Bedingungen auf ihrer Tournee sind dabei mitunter so grotesk, dass man an eine Persifalge denkt, nicht an eine Doku. Um so mehr muss man den naiven, grenzenlosen Idealismus der Band bewundern. An dieser Doku kommt kein echter Rockfan vorbei.